Feldjägerübung Orange Road 2026 im Südwesten gestartet

Rund 850 Soldaten der Militärpolizei üben ab heute den Ernstfall in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, wobei die Zusammenarbeit mit zivilen Behörden im Fokus steht.

BONN – Das Feldjägerregiment 3 aus München hat am 20. April 2026 die großangelegte Volltruppenübung „Orange Road 2026“ begonnen. Bis zum 30. April werden rund 850 Soldatinnen und Soldaten im nördlichen Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz im Einsatz sein. Die Übung findet im öffentlichen Raum zwischen den Standorten Bruchsal, Speyer, Heidelberg, Mannheim, Karlsruhe und Kehl statt, weshalb die Bevölkerung mit einem erhöhten Aufkommen an Militärfahrzeugen rechnen muss.

Fokus auf Landes- und Bündnisverteidigung

Die Feldjäger fungieren als Militärpolizei der Bundeswehr und sichern die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte. Bei der aktuellen Übung wird ein Szenario der Landes- und Bündnisverteidigung trainiert. Dabei steht insbesondere die Kooperation mit anderen Teilstreitkräften sowie zivilen Sicherheitsorganisationen und Hilfsorganisationen im Mittelpunkt.

Feldjägerübung Orange Road 2026 im Südwesten gestartet

Zu den zentralen Übungsschwerpunkten gehören:

  • Verkehrsleitnetz: Einrichtung und Betrieb im rückwärtigen Divisionsraum.
  • Gewässerübergang: Organisation einer Rheinüberquerung in Zusammenarbeit mit den Pionierkräften.
  • Infrastrukturschutz: Sicherung kritischer Anlagen, beispielhaft an einem Tanklager.
  • Technologieeinsatz: Integration von Drohnen in den polizeilichen Ordnungs- und Schutzdienst.

Ausrichtung an NATO-Vorgaben

Oberst Marco Langhorst, Kommandeur des Feldjägerregiments 3, betonte die Bedeutung der Führungserprobung unter Realbedingungen. Ziel sei es, die Ausbildung konsequent an den Anforderungen der Organisation des Nordatlantikvertrags (NATO) für die „Military Police Taskforce“ der Division 25 auszurichten. Man wolle dauerhaft einsatzbereite und im Operationsraum autonom wirksame Kräfte bereitstellen.

Informationen für die Bevölkerung

Da die Übung im öffentlichen Raum stattfindet, sind neben der Bundeswehr auch Kräfte der Polizei und ziviler Behörden beteiligt. Für Bürger, die Fragen zu den Truppenbewegungen oder zum Ablauf der Großübung haben, hat die Bundeswehr ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist täglich zwischen 8:00 und 15:00 Uhr zum Ortstarif erreichbar.

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