PLOCHINGEN – Am Freitagmittag ist in einem Mehrfamilienhaus in unmittelbarer Nähe der Feuerwache Plochingen ein folgenschwerer Brand ausgebrochen. Gegen 12:00 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr (FFW) alarmiert. Bereits während der Anfahrt erhöhten die ersten Einsatzkräfte das Alarmstichwort, da das Ausmaß des Feuers in den beiden fünf- und sechsgeschossigen Gebäuden weithin sichtbar war.
Schnelle Ausbreitung im Dachstuhl
Das Brandereignis konzentrierte sich auf die oberen Stockwerke sowie den Dachstuhl der eng bebauten Häusergruppe. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte eine weitere Ausbreitung der Flammen verhindert und das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Dennoch hinterließ der Brand massive Schäden an der Bausubstanz.
Aufgrund der dichten Bebauung und der Komplexität des Objekts reichte die Kapazität der ersten Einsatzkräfte nicht aus. Daher wurde umgehend eine zweite Drehleiter angefordert, um die Brandbekämpfung von mehreren Seiten sowie von oben effektiv durchführen zu können.
Evakuierung und medizinische Versorgung
Sämtliche Bewohner konnten rechtzeitig durch die Einsatzkräfte aus den betroffenen Gebäuden evakuiert werden. Insgesamt mussten über 20 Personen ihre Wohnungen verlassen. Der Rettungsdienst kümmerte sich vor Ort um die Betroffenen.
Nach ersten Informationen mussten zwei Personen medizinisch behandelt werden. Eine davon wurde zur weiteren Versorgung durch den Rettungsdienst in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert. Die ehrenamtlichen Helfer der Bereitschaften des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) übernahmen mit 20 Kräften die Betreuung der evakuierten Anwohner sowie die Verpflegung der Feuerwehrleute.

Fünf Wohnungen nach Brand unbewohnbar
Trotz des schnellen Löscherfolgs bleibt der Sachschaden erheblich. Insgesamt fünf Wohneinheiten in dem Gebäudekomplex sind derzeit nicht mehr bewohnbar. Die Stadtverwaltung und die Hilfsorganisationen koordinieren aktuell die Unterbringung der betroffenen Familien.
Über 100 Rettungskräfte im Einsatz
An dem Großeinsatz waren zahlreiche Feuerwehren aus der Region beteiligt. Neben der Feuerwehr Plochingen waren Einheiten aus Deizisau, Esslingen und Reichenbach mit insgesamt über 80 Feuerwehrangehörigen vor Ort.
Der Rettungsdienst war mit 15 Einsatzkräften und einem leitenden Notarzt (LNA) präsent, um die medizinische Absicherung an der Einsatzstelle zu gewährleisten. Die Ermittlungen zur Brandursache durch die zuständigen Behörden dauern an.
