BOCHOLT – Mit fast der dreifachen Geschwindigkeit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit raste in der vergangenen Woche ein Autofahrer über die Barloer Ringstraße in Bocholt-Barlo. Statt der vorgeschriebenen 30 km/h stellten die Beamten des Verkehrsdienstes der Kreispolizeibehörde (KPB) Borken bei dem Fahrzeug eine Geschwindigkeit von 83 km/h fest. Dem Fahrer drohen nun erhebliche Konsequenzen, darunter ein empfindliches Bußgeld und ein Fahrverbot.
Bilanz der Kontrollwoche im Kreis Borken
Die Messstelle in Barlo war nur ein Teil einer groß angelegten Kontrollaktion. In den vergangenen Tagen überprüften Mitarbeiter der Kreispolizeibehörde an insgesamt 16 verschiedenen Standorten im Kreisgebiet das Tempo von 4.973 Fahrzeugen. Die Bilanz der Kontrollen zeigt eine deutliche Tendenz zur Grenzüberschreitung:
- 8 Prozent der gemessenen Fahrzeuge waren zu schnell unterwegs.
- 86 Ordnungswidrigkeitsverfahren wurden eingeleitet.
- 324 Verwarngelder wurden direkt vor Ort oder per Post fällig.
- 2 Fahrverbote mussten aufgrund extremer Verstöße ausgesprochen werden.
Gravierende Verstöße im Nord- und Südkreis

Neben dem extremen Fall in Bocholt fielen weitere Fahrzeugführer durch massive Geschwindigkeitsüberschreitungen auf. Im Nordkreis wurde auf dem Amtsvennweg in Gronau ein Fahrzeug außerorts mit 110 km/h statt der erlaubten 70 km/h gemessen. Innerorts war ein Fahrer auf der Vennstraße in Gronau mit 63 km/h in einer 30er-Zone unterwegs. Auch im Südkreis gab es Verstöße: Auf der Bundesstraße 70 (B 70) in Borken registrierte die Polizei ein Tempo von 92 km/h bei erlaubten 70 km/h.
Raserei bleibt Hauptursache für schwere Unfälle
Die Kreispolizeibehörde Borken betont, dass überhöhte Geschwindigkeit und Raserei nach wie vor zu den Hauptunfallursachen in der Region zählen. Diese Verstöße führen immer wieder zu schweren Unfallfolgen, die oft auch unbeteiligte Verkehrsteilnehmer schwer treffen.
Um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen und die Anzahl der Unfälle nachhaltig zu senken, kündigte der Verkehrsdienst bereits an, die Geschwindigkeitsmessungen auch in der kommenden Woche unvermindert fortzusetzen. Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, sich zum Schutz aller an die geltenden Tempolimits zu halten.
