Ölverschmutzung im Konstanzer Hafen löst Großeinsatz aus

Die Feuerwehr Konstanz verhinderte am Freitagnachmittag eine Ausbreitung von Öl auf den Bodensee. Umfangreiche Ölsperren kamen im Hafenbecken zum Einsatz.

KONSTANZ – Ein massiver Ölaustritt im Bereich der Hafenstraße hat am 17. April 2026 einen mehrstündigen Einsatz der Feuerwehr Konstanz ausgelöst. Gegen 17:18 Uhr wurde die spezialisierte Sondereinheit Ölwehr alarmiert, nachdem eine größere Verschmutzung in einem der Hafenbecken gemeldet worden war. Durch das schnelle Eingreifen der Rettungskräfte konnte eine ökologische Gefährdung des Bodensees abgewendet werden.

Schnelle Reaktion verhindert Ausbreitung auf den Bodensee

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die Lage: Eine beträchtliche Menge Öl trieb auf der Wasseroberfläche des Hafens. Um eine weitere Ausbreitung innerhalb des Hafenareals und vor allem auf die offene Fläche des Bodensees zu unterbinden, brachten die Feuerwehrleute umgehend mechanische Ölsperren aus.

Parallel dazu begannen die Spezialkräfte damit, das bereits ausgetretene Öl mit speziellem Ölvlies von der Wasseroberfläche aufzunehmen. Diese Maßnahmen zeigten zügig Wirkung, sodass der Schadensherd lokalisiert und eingegrenzt werden konnte.

Ölverschmutzung im Konstanzer Hafen löst Großeinsatz aus Die Feuerwehr Konstanz verhinderte am Freitagnachmittag eine Ausbreitung von Öl auf den Bodensee. Umfangreiche Ölsperren kamen im Hafenbecken zum Einsatz.
Bild: Feuerwehr Konstanz

Enge Abstimmung mit den Umweltbehörden

Der Einsatz erfolgte in enger Kooperation mit der Wasserschutzpolizei (WSP) und der Unteren Wasserbehörde (UWB). Nach einer gemeinsamen Begutachtung der Lage und der Bestätigung, dass keine weitere Gefahr für das Gewässer bestand, konnte der schrittweise Rückbau der Sperren eingeleitet werden.

Dieser Prozess war gegen 19:45 Uhr abgeschlossen. Nach der Reinigung der eingesetzten Geräte und Fahrzeuge konnte die Feuerwehr Konstanz ihren Einsatz offiziell gegen 20:15 Uhr beenden.

Zahlreiche Spezialfahrzeuge im Einsatz

Die Feuerwehr war unter dem Einsatzstichwort „OEW 2 Bodensee Ölaustritt“ mit einem Großaufgebot vor Ort. Neben der hauptamtlichen Wache war die Sondereinheit Ölwehr mit einer Vielzahl an Fahrzeugen und Booten beteiligt.

Zu den eingesetzten Mitteln gehörten unter anderem:

  • Mehrere Mehrzweck- und Arbeitsboote (darunter KN 79-1, KN 79-2, KN 79-4)
  • Der Abrollbehälter Ölschaden (AB-Ölschaden)
  • Ein spezieller Ölsperrenanhänger
  • Diverse Führungs- und Logistikfahrzeuge (6/10-2, 6/11, 6/46, 6/19-1, 6/55, 6/74, 7/65-1, 7/19, 5/19, KN 78)

Über die Ursache des Ölaustritts sowie die genaue Menge des Betriebsstoffes liegen derzeit noch keine gesicherten Informationen vor. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauern an.

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