MÜNCHEN – Der Traum von der Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft ist für Serge Gnabry vorzeitig geplatzt. Wie am Mittwoch bekannt wurde, wird der Offensivspieler des FC Bayern München dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) beim bevorstehenden XXL-Turnier aufgrund einer schweren Verletzung fehlen. Damit verliert die Nationalmannschaft kurz vor Turnierbeginn eine ihrer erfahrensten Kräfte in der Offensive.
Diagnose Adduktorenausriss sorgt für lange Pause
Nach offiziellen Informationen erlitt der 30-jährige Profi bereits in der vergangenen Woche einen Ausriss der Adduktoren am rechten Oberschenkel. Obwohl zunächst keine exakte Ausfallzeit kommuniziert wurde, steht fest, dass eine rechtzeitige Genesung für das Turnier ausgeschlossen ist. Für Gnabry, der sich beim FC Bayern zuletzt als Stammspieler in stabiler Form präsentierte, ist dies ein schwerer persönlicher Rückschlag in einer entscheidenden Karrierephase.
Taktische Neuausrichtung für Nagelsmann
Bundestrainer Julian Nagelsmann muss seine Planungen für die Weltmeisterschaft nun kurzfristig anpassen. Als fester Bestandteil der Startformation war Gnabry eine zentrale Säule im taktischen Konzept des DFB-Teams. Sein Ausfall zwingt das Trainerteam dazu, die Besetzung der Flügelpositionen neu zu bewerten, da Gnabry besonders durch seine Flexibilität und Torgefährlichkeit eine Lücke hinterlässt, die schwer zu schließen sein wird.
Jamal Musiala rückt stärker in den Fokus
Besonders auf Jamal Musiala wird durch das Fehlen seines Teamkollegen noch mehr Verantwortung zukommen. Sowohl im Verein als auch in der Nationalelf harmonierten die beiden Spieler zuletzt prächtig. Musiala rückt nun noch deutlicher in das Zentrum des deutschen Offensivspiels und wird voraussichtlich eine Schlüsselrolle dabei einnehmen müssen, die fehlende Dynamik im Angriffsdrittel zu kompensieren.
Auftakt gegen den WM-Debütanten Curaçao
Die deutsche Auswahl startet am 14. Juni in das Turnier. Erster Gegner in der Gruppenphase ist der WM-Debütant Curaçao. Trotz des schmerzhaften Ausfalls von Gnabry bleibt die Zielsetzung der Mannschaft unverändert: Ein überzeugender Sieg zum Auftakt soll das Fundament für einen erfolgreichen Turnierverlauf legen. Nagelsmann wird die verbleibenden Wochen der Vorbereitung nutzen müssen, um die Hierarchie innerhalb des Kaders nach dieser Hiobsbotschaft neu zu ordnen.
